Paywall

Sie haben die Möglichkeit, Seiten oder Funktionen Ihrer Publikation nur für bestimmte Nutzer:innen freizugeben. Das oliwol Publisher Tool bietet dafür ein flexibles System aus Zuständen und Paywalls, das Sie unter Authentifizierung verwalten.

Voraussetzung ist eine aktive SSO-Anbindung.


Zustände

Unter Authentifizierung → Zustände definieren Sie Authentifizierungszustände, die Nutzer:innen anhand ihres Payloads zugeordnet werden. Zustände sind vergleichbar mit Mitgliedschaften oder Abonnements, etwa Premium, Basis oder Testphase.

Ein Zustand gehört Ihrer Organisation und gilt an jeder ihrer Schnittstellen, auch an denen Ihrer Marken. Er wird deshalb nur einmal angelegt. Sie vergeben einen Namen und definieren die Bedingungen: einen oder mehrere Werte, die im Payload unter dem konfigurierten Zustands-Key erwartet werden.

Stimmt ein Wert aus dem Payload mit einer der Bedingungen überein, wird der/die Nutzer:in dem jeweiligen Zustand zugeordnet.

Paywall zuordnen

Optional können Sie einem Zustand eine Paywall zuordnen. Wird einem/einer Nutzer:in der Zugriff auf eine Funktion oder Seite verwehrt, weil der erforderliche Zustand nicht vorliegt, wird die zugeordnete Paywall angezeigt.

Wird keine Paywall zugeordnet, wird stattdessen die in der Schnittstelle hinterlegte Anmeldeseite angezeigt.

Ein eigenes Icon je Marke

Eine Marke kann das Icon der Paywall ersetzen. Das eigene Icon erscheint auf allen Domains der Marke, bei jeder Paywall und unabhängig vom Zustand. So passt auch der Hinweis auf geschützte Inhalte zum Erscheinungsbild der jeweiligen Marke.

Alle übrigen Elemente, also Überschrift, Text und Schaltfläche, bleiben die der jeweiligen Paywall. Welche Paywall erscheint, bestimmt wie bisher der Zustand; eine Marke wählt kein eigenes Angebot aus.


Paywall erstellen

Unter Authentifizierung → Paywalls erstellen Sie Ihre Paywall-Inhalte. Es stehen zwei Varianten zur Verfügung: ein interner Editor und eine individuelle Lösung, bei der die Publikation die Anzeige vollständig Ihnen überlässt.

Interner Editor

Mit dem internen Editor gestalten Sie Ihre Paywall direkt im oliwol Publisher Tool. Folgende Felder stehen Ihnen zur Verfügung:

Interner Paywall-Editor mit Feldern für Überschrift, Text, CTA-Button und Icon
Interner Paywall-Editor mit Feldern für Überschrift, Text, CTA-Button und Icon

Unterhalb des Editors hinterlegen Sie die Landingpage-URL, auf die der CTA-Button verweist, etwa ein Abo-Angebot oder eine Registrierungsseite. Zusätzlich definieren Sie einen Weiterleitungs-Parameter, über den Sie Nutzer:innen nach Abschluss zurück zur Publikation leiten können.

Code
https://abo.example.com/spiele?redirect=https%3A%2F%2Fsudoku.example.com%2Farchiv

Der Wert ist prozentkodiert und folgt denselben Regeln wie bei der Anmeldung. Welche Adresse darin steht, hängt davon ab, ob die Publikation unter ihrer eigenen Domain oder eingebettet läuft: Umfang der Rückkehradresse.

Erwartet Ihre Landingpage die Rückkehradresse in einer anderen Form, legen Sie unter Rücksprungadresse eine eigene Vorlage mit den Platzhaltern {url} und {path} fest. Sie gilt nur für diese Paywall und ist unabhängig von der Vorlage der Anmeldung, da Kauf und Anmeldung oft über verschiedene Systeme laufen. Aufbau und Kodierung beschreibt Format der Rückkehradresse.

Ablauf der Paywall: Nutzer:in sieht CTA, wird zur Landingpage geleitet und anschließend zurück zur Publikation
Ablauf der Paywall: Nutzer:in sieht CTA, wird zur Landingpage geleitet und anschließend zurück zur Publikation

Individuell

Bei dieser Variante zeigt die Publikation keine Paywall an. Sie erhalten stattdessen ein Browser-Event und bestimmen selbst, wie und an welcher Stelle Ihr Angebot erscheint. Die Variante ist an keinen Anbieter gebunden: Piano, eine andere Paywall-Lösung oder ein eigenes Angebot lassen sich gleichermaßen anbinden.

Rufen Nutzende einen Inhalt hinter der Paywall auf, geschieht Folgendes:

  1. Der eigentliche Inhalt wird verschleiert und bleibt unlesbar.
  2. Das Event PaywallTriggered wird ausgelöst.
JavaScript
window.addEventListener('PaywallTriggered', (event) => {
    const paywall = event.detail;

    // paywall.state nennt den Zustand, der die Paywall ausgelöst hat.
    // paywall.trigger nennt die Art des Auslösers, etwa 'page' oder 'feature'.
    // paywall.type ist bei dieser Variante 'custom'.
});

Der Payload beschreibt die Situation, die zur Paywall geführt hat. Eine vollständige Übersicht der Properties steht unter Paywall-Kontakte.

Paywall schließen

Steht eine ganze Seite hinter der Paywall, etwa eine Schwierigkeitsstufe oder die Statistik, bleibt ihr Inhalt verschleiert, auch nachdem das eigene Angebot geschlossen wurde. Die Publikation erfährt vom Schließen über das Event PaywallClosed und verlässt diese Seite daraufhin.

Läuft das eigene Angebot im selben Fenster wie die Publikation, wird das Event dort ausgelöst:

JavaScript
window.dispatchEvent(new CustomEvent('PaywallClosed'));

Ist die Publikation per Iframe oder Script eingebunden, erreicht ein Event der umgebenden Seite den Iframe nicht. Die Meldung geht dann per postMessage an den Iframe, in derselben Form wie die Events der Publikation:

JavaScript
const frame = document.getElementById('sudoku');

frame.contentWindow.postMessage(
    { source: 'oliwol', event: 'PaywallClosed' },
    'https://sudoku.example.com'
);

Bei der Integration via Script ist der Rahmen die im Skript erzeugte Variable, die Meldung geht dann an iframe.contentWindow. Einen Payload braucht PaywallClosed in keinem der beiden Fälle.

Nach der Meldung wechselt die Publikation auf die erste der folgenden Seiten, die nicht hinter einer Paywall steht:

  1. die zuvor besuchte Seite innerhalb der Publikation,
  2. bei der Statistik das Rätsel, über dem sie geöffnet wurde,
  3. die Startseite.

Steht jede dieser Seiten hinter einer Paywall, bleibt die aktuelle Seite stehen. Abschnitte innerhalb einer sonst sichtbaren Seite, etwa die Community-Statistik, sowie Funktionen wie das Ausdrucken ändern sich durch PaywallClosed nicht.

Beispiel: Piano

Piano und andere Anbieter binden Sie über den Tab Scripts Ihrer Publikation ein. Die Scripts laufen im Fenster der Publikation, auch wenn diese eingebettet ist. PaywallTriggered und PaywallClosed bleiben deshalb im selben Fenster.

Die Anbindung besteht aus drei Teilen:

  1. Das SDK des Anbieters wird als externes Script geladen, seine Einrichtung (bei Piano etwa die Application-ID) steht in einem Inline-Script.
  2. Auf PaywallTriggered zeigt das Script das Angebot an, bei Piano durch Ausführen einer Experience. Der Zustand aus event.detail.state kann dabei bestimmen, welches Angebot erscheint.
  3. Schließt jemand das Angebot, meldet das Script PaywallClosed, wie unter Paywall schließen beschrieben. Bei Piano eignet sich dafür ein Handler auf das Schließen des Angebots.

Zugriffsteuerung

Nachdem Sie Zustände und Paywalls eingerichtet haben, können Sie den Zugriff auf Funktionen und Seiten Ihrer Publikation steuern.

Zugriffsteuerung: Funktionen und Seiten können nach Zugangsstufe eingeschränkt werden
Zugriffsteuerung: Funktionen und Seiten können nach Zugangsstufe eingeschränkt werden

Funktionen

In der Konfiguration Ihrer Publikation lässt sich für jede Funktion (z. B. Archiv, Community Stats, Drucken) eine Zugangsstufe festlegen:

Zugangsstufe Beschreibung
Alle Die Funktion ist für alle Nutzer:innen verfügbar.
Angemeldet Die Funktion ist nur für angemeldete Nutzer:innen verfügbar.
Zustand Die Funktion ist nur für Nutzer:innen mit einem bestimmten Zustand verfügbar.

Wird eine Funktion auf einen bestimmten Zustand eingeschränkt, wird bei Nutzer:innen ohne passenden Zustand die dem Zustand zugeordnete Paywall oder alternativ die Anmeldeseite angezeigt.

Seiten

Auch Seiten Ihrer Publikation können mit Zugangsstufen versehen werden. Die verfügbaren Optionen entsprechen denen der Funktionen: Alle, Angemeldet oder ein bestimmter Zustand.

Bei eingeschränkten Seiten erscheint in der Navigation das Paywall-Icon, um Nutzer:innen zu signalisieren, dass es sich um Premium-Inhalte handelt.

Level

In bestimmten Rätseln (z. B. Sudoku) können auch einzelne Level hinter eine Paywall gesetzt werden. Level werden wie Seiten behandelt und sind unter Inhalte → Seiten sichtbar. Die Einschränkung funktioniert identisch: Wird ein geschütztes Level aufgerufen, erscheint die dem Zustand zugeordnete Paywall.